Trigon Urma Dub Spencer Trance Hill Äl Jawala Los Los Enneri Blaka

 

Lineup2007:
Der Freitag - Rock, Metal & Gothic

Der Samstag - Groovig & bunt
Der Sonntag - Worldbeat Specials vom Feinsten VVK

Lineup SNuT2006:

URMA (Rock)

Musikalische Spuren aus Rumänien: Urma (Urma auf deutsch: Spur) sind die Akustik Rock-Helden Rumäniens schlechthin und in ihrer Heimat wahre Chartsstürmer. Mani Gutau (Gesang & Gitarre), Dan Byron (Querflöte, Gitarre & Gesang), Laurentiu Zmau (Schlagzeug), Sorin Erhan (Bass), Felix Moldovan (Percussion, beim SNT wird die Percussion von Markus Schumacher (Al awala) übernommmen) und Costin Bodea (Keyboards) zeigen nicht nur auf dem CD-Cover des aktuellen Albums „Anger As A Gift“ Flagge, auf dem Farbbeutel-Katapulte den alten Palast des Diktators Ceausescu schwer unter Beschuss nehmen, auch auf der ganz neuen Live-DVD wird die Energie und Explosivität der Rumänen mehr als deutlich. Urma begeistern mit ihrer musikalischen Revolution mittlerweile schon weit über ihre Landesgrenzen hinaus. URMA’s Debütalbum "Nomad Rhymes" schoss in Rumänien 2004 sofort an die Spitze der Charts und ist mittlerweile in der dritten Auflage ausverkauft. Durch die immense Nachfrage tourt URMA derzeit quer durch Osteuropa und auch erste Auftritte in Deutschland haben gezeigt, dass URMA einschlägt wie der Blitz! URMA spielten u.a. im letzten Jahr beim legendären Stufstock-Festival, am Schwarzen Meer, vor 50.000 beigeisterten Fans ein viel umjubeltes Konzert. URMA präsentiert Akustik Rock und ihre unglaubliche Bühnenpräsenz lassen den Abend zum erstklassigen Live-Erlebnis werden! Sie setzen auf gradlinige handgemachte Musik und Intensität – Ihre Musik ist ruhig und gewaltig zugleich, und sie hinterlassen bei den Zuhörern eine Spur.......

 

Dub Spencer & Trance Hill (Trance Reggae Dub)

Trance Dub - bisher war diese Nische eher Heim-Musikern mit Techno-Hintergrund vorbehalten, die in ihren Studios spacige Trance Nummern mit Dubs für die Chill-Out Zones der Dance-Tempel versahen. Drei Züricher stellen diese Angelegenheit nun auf den Kopf, besser: auf die Füße. Nie zuvor war Trance Dub lebendiger, erdiger, atmender... Das Trio Dub Spencer & Trance Hill steht für einen instrumentalen Stilmix der atemberaubenden Sorte: Ambient, Trance, Jazz, Reggae & Dub geben sich ein gleichberechtigtes Stelldichein. (Auszug aus diesem Interview)

Im Jahre 2006 reiten die neuen Helden des Spaghetti-Westerns nicht über lila Kuhweiden, sondern schlagen sich im 21. Jahrhundert mit ihrem Monsterdub durch den urbanen Dschungel. Auch wer von den Schweizer Asphalt-Cowboys schmalzige Country-Musik erwartet, sollte sich
vielmehr ins "Off" bewegen und wird spätestens dort zwischen Space Echo und Plate Reverb bei dem Drop auf die "3" fündig. So rollen Dub Spencer & Trance Hill entsprechend ihres Namens durch Dub-Gefilde voll von schweren Reggaegrooves & spacigen Elektroklängen. Alles getragen von einer pumpenden Bassline, die fast hypnotisch den Weg zum Zentrum freiräumt und sanft den Magen streichelt. Dub Spencer & Trance Hill spielen verschleppten, instrumentalen, ins Psychedelische driftenden Reggae. Und sie spielen das Spiel mit den verwaschenen Grooves, Leerstellen und Andeutungen virtuos und so aufregend laaangsam, dass sie garantiert jedes Duell verlieren würden… Was sonst meist an den Schaltern der Mischpulte inszeniert wird, spielen hier die drei hervorragenden Instrumentalisten live. Virtuosität steht dabei nicht im Vordergrund: hier fließt die Musik aus anderen Quellen! Geshuffeltes Schlagzeug, warme Bassthemen mit Löchern an den richtigen Stellen, Klavier im langsamen Gegentakt und viel, viel Echo. Wie Dub Spencer & Trance Hill aber diese engen Vorgaben zu wilden Ritten in die Weite nützen, ist bestaunenswert. Die Anfangs-Szene aus "Spiel mir das Lied vom Tod", in der ein schlecht rasierter Typ lethargisch-cool mit einer lästigen Fliege kämpft, würde passen. Wäre da nicht dieser Schalk in ihrer Musik - diese lässige Freude am bloßen Einfall. Dub Spencer & Trance Hill müssen den Vergleich „Scorn meets King Tubby meets Joshua Redman“ nicht scheuen und spielen live und im Effekt, ohne Playback-Spuren zwischen Raum und Zeit. Wo die Schweizer Jungs anfangen zu dubben, wächst wenig Gras. Sie hinterlassen einen wohltuenden Zustand der Verwirrung, in welchem die Seelen der Mitgereisten auf dem Weg nach Hause entspannt weitergrooven - eine Klangerfahrung mit suchterzeugenden
Nachwirkungen. Sechs Fäuste für ein Dub-Halleluja! Vor zehn Jahren lernten sich die drei an der Musikhochschule Luzern kennen. Bereits während ihrer Ausbildung standen sie in verschiedenen Bands gemeinsam auf der Bühne: Niederer und Stalder waren zum Beispiel mit dem New York-Schweizer Daniel Schnyder auf Tournee, während Pflugshaupt und Stalder mit ihrer Elektro-Fusion-Combo KUBUS auf internationalen Jazzfestivals die Bühne mit Living Colour oder Kroyt teilten. Adrian Pflugshaupt verbrachte ein Studienjahr in Manhatten an der New School und wurde nach seiner Rückkehr von der Presse als einer der vielversprechendsten jungen Jazzmusiker der Schweiz gefeiert. Er spielte in zahlreichen Ländern mit internationalen Größen wie Django Bates, George Gruntz oder dem Gil Evans Orchestra. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sogar Udo Jürgens ihn für eine Tour in sein Orchester holte. Neben dem Saxophon und dem Jazz interessierte sich Pflugshaupt schon früh für elektronische Musik. Er tüftelte am Computer und entwickelte sich zum gefragten Crack: mittlerweile programmiert er Plugins für große Musik-Software-Konzerne. Christian Niederer vertiefte seine Jazz-Studien am New Yorker Drummers Collective. Danach richtete er aber seinen Fokus mehr und mehr auf groovebetonte Musik wie Funk und R&B und tourte mit Funky Brotherhood und The Clients durch Europa. Dem Jazz schwörte er aber nie ab, im Gegenteil: Als Komponist und Bandleader von Tré gewann er kürzlich vom deutschen Jazzmagazin „Jazz thing“ einen Plattendeal.
Das musikalische Arbeitsgebiet von Marcel Stalder gestaltete sich nach Abschluss der Ausbildung sehr breit: er war Bassist der Schweizer HipHop-Crew Wrecked Mob auf deren
Studio-Album, spielte in der Band von Ivo an vielen großen Openairs und veröffentlichte mit der Jazz-Combo Gruppe - coole Homepage!

 

Bungalow Bang Boys (Reggae)

Im Jahre 2002 trafen sich in Stuttgart acht Musiker afrikanischer, französischer und deutscher Herkunft um einen Sound zu kreieren, der nach Sommer, Strand und Party klingt, sich aber musikalisch deutlich vom Sommerhit-Mainstream abhebt.

Im Pool der Bungalow Bang Boys vermengen sich Elemente aus Reggae, Hip Hop, Afro, Rock, Ska und Jazz und schlagen Wellen, die sowohl die Ohren als auch die Gelenkschmiere unterhalb der Kaumuskulatur zum Vibration bringen.

Losgelöst von kategorischem Denken werden die Stile wild aber stets respektvoll gemischt, um den Zuhörer in einen wohltuenden Zustand des Staunens zu versetzen. Nichts für Puristen, aber für solche, die sich gerne auf musikalisches Neuland tragen lassen wollen. Hüftsteif wird keiner den Saal verlassen, wenn kraftvolle Rhythmen und erdige Basslines den Roten Teppich für atemberaubende Bläsersätze und hypnotisierende Keyboardsounds ausrollen. Den nötigen Punch liefern die beiden charismatischen Sänger Halle Ekane und Jean-Lin Laurouaa. Mit urwüchsiger afrikanischer Stimme verpasst Halle den Songs das nötige Pathos, während Jean-Lin mit seinem durchdringenden Gesang und Raps das Gaspedal in Richtung Höchstgeschwindigkeit drückt.

Bei ihren mitreißenden Live-Shows auf dem Southside-Festival 2004, Benztown Catch a Fire 2005 und 2006 und dem SunXplosion 2005, teilten sich die Bangboys die Bühne mit Hip Hop Stars wie Cypress Hill und Den Fantastischen Vier und brillierten als Support von Reggae Größen wie Hans Söllner und Jahcoustix. Durch zahllose Club-Gigs hat man sich in den vergangenen Jahren eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt. Seit dem Erscheinen ihres zweiten Longplayers „Blisters of Yesterday“ im Herbst 2005 ist die Band endgültig auf dem Weg, ihren Status als Insider-Tipp für ein erfrischendes Konzert jenseits ausgetretener musikalischer Pfade zu verlieren….

 

Trigon (Power-Jazz-Psych-Jam-Rock oder: Heavyzenjazz)

Trigon - Marcus Kästner meint in seinem Review: Trigon zählen mit Sicherheit zu den bekannteren unbekannten Größen im deutschen Rockuntergrund. Das liegt nicht nur daran, dass man (zum gegenwärtigen Zeitpunkt) bereits seit 17 Jahren unter diesem Namen zusammen musiziert, oder dass man in der Diskographie schon 26 Alben auf der Haben-Seite verbuchen kann, oder dass man Plattformen wie das Internet perfekt zu nutzen weiß um auf sich aufmerksam zu machen. Nein, es liegt insbesondere daran, dass Trigon eine außerordentlich gute Live-Band sind....

Ein Trio als Quartett: Die drei Trigonauten Rainer Lange (Gitarre), Stefan Lange (Bass) und Tihomir Lozanovski (Drums) haben erst kürzlich Verstärkung durch Thomas Oehler (Keybord) Band bekommen und jammen allen Widrigkeiten zum Trotz munter drauf los: Power-Jazz-Psych-Jam-Rock sollte man diese eigenwillige Mischung nennen, sie selbst nennen es Heavy-Zen-Jazz. Einfache Riffs dienen als Ausgangspunkt für komplexere Strukturen und verspielten, virtuosen Gitarrensoli. Die Spielfreude der Band ist neben ihrem technischen Können das große Plus. Ein Trigon-Konzert versprüht Energie, Spaß und auch einen gewissen Hang zu verzwickten Details. Trotz aller Power geht es eigentlich nie einfach nur geradeaus. So ist die Band auch zu einem gerngesehenen Gast auf diversen Festivals geworden. So waren sie zum Beispiel auf dem renommierten Art-Rock-Festival, der ProgParade und bereits drei Mal auf dem Burg Herzberg Festival zu sehen. Ihr bisher größter Erfolg war das BajaProg-Festival 2005 in Mexicali (Baja California, México) wo Trigon auf einer wahren Erfolgswelle schwammen. Aus dem Karlsruher Powertrio wurde durch die Einbindung eines Keyboarders nun, mehr denn je, eine energiegeladene Formation mit traumwandlerisch sicheren Improvisationen, die eine orgiastische Mischung aus treibenden Drums, pulsierendem Bass , kaleidoskopischen Keyboards und einer alles überragenden psychedelischen Gitarre zelebrieren. Rau und wild und laut und elektrisch und manchmal sogar düster, reduziert das Quartett seine Musik auf die Essenz, die sie selbst "HeavyZenJazz" nennen, welche glücklicherweise jedoch völlig losgelöst von rigiden Genre-Definitionen bleibt: Humor, Spontanität und ein unwiderstehlicher verspielter Charme sind das Markenzeichen dieses dynamisch agierenden Quartetts.

 

Enneri Blaka (Electro-Funk’n’Roll )

Eine grosse Überraschung für alle im letzten Jahr haben die französischen Enneri Blaka alles daran gesetzt wieder dabe zu sein - da viele von Euch nach dieser Band gefragt haben - sie sind wieder dabei!

Die Sonderbedingungen des französischen Musikmarktes scheinen eine gute Voraussetzung für Ideen und Experimente abseits des anglo-amerikanischen Mainstreams zu sein. Einige dieser musikalischen Innovationen, besonders jene, die sich dem französischen Chanson verpflichtet fühlen, haben es immer noch schwer in den meisten europäischen Ländern. Anderen, die völlig neue Wege gehen, wie zum Beispiel den Produktionen von „No Jazz“, wird deutlich mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht. Enneri Blaka (Tracks auf der HP!)gehört nicht nur zu den Anderen, sie sind auch sehr oft mit No Jazz unterwegs. Die Musik der achtköpfigen „Familie“ Enneri Blaka aus Strasbourg sprudelt nur so vor Kreativität und Energie. Electro-Funk’n’Roll nennen sie ihren Sound, der mit unerhörten Grooves verschwenderisch durchwirkt ist
.
Die Badische Zeitug schreibt zu einem Auftriit von Eneri Blaka im Rahmen der Summer Session in Kehl: Enneri Blaka aus Straßburg stellten das zu Beginn mit ihrer achtköpfigen Formation eindrucksvoll unter Beweis. Die Band aus Straßburg bricht mit gängigen HipHop-Klischees und erzeugt jeden Ton live auf der Bühne. Egal ob Bläserparts oder funky Orgelsoli jede Note sitzt und grooved perfekt. Diese treibende Break und Funk Musik in Ergänzung mit einem DJ und einem MC, der durchaus mehr als nur rappen kann, wird bestimmt noch von sich hören machen.

 

Äl Jawala ( Balkan Big Beatz)

Balkan Beatz Oriental Gypsy Soul meets funky Ragga Flavoured Percussion - Äl Jawala sind keine Unbekannten für die Freunde des Sommer Nacht und Traum Fest(ivals), waren sie doch bei den Auftritten der Pentatones 2003 und 2004 dabei - ... Äl Jawala ist ein arabischer Begriff für Reisende und fahrendes Volk. Mit ihrer Musik bereisen Äl Jawala Raum und Zeit. Sie übertragen den treibenden Groove des Balkan-Brass und die süße Lebensfreude der Klezmer-Hochzeitsmusik auf die Rhythmen urbaner Clubkultur. Mit Percussion, Saxophonen, Bass und Didgeridoo begeistern Äl Jawala ihr Publikum und tragen die Seele der Zigeuner-Fanfare auf die Tanzflächen. Orientalische Roma Musik trifft auf Drum`n`Bass, und traditionelle Melodien des Balkans vereinen sich mit Ragga und Disco-Funk. Balkan Big Beatz steht für eine frische, originelle Sound-Kultur, die mit tausenden Zungen spricht: den Slangs urbaner Schmelztiegel - der Sprache der Reisenden.

 

 

LosLos (Industrial mit spanischen Texten)

Dies ist die Geschichte von fünf Freunden, die wir aus noch zu erklärenden Gründen nur die 5 Amigos nennen können. Sie beginnt im Jahre 2003 in der alten Minenstadt Huasca de Ocampo. Dort gehen die 5 Amigos als Söhne deutscher Einwanderer in die katholische Immigrantenschule Santa Maria de Composto. Schon immer genossen die Jungs innerhalb ihrer Klasse einen außergewöhnlichen Ruf. Während die Mehrheit ihrer Altersgenossen für die Ausbildung zum diplomatischen Dienst vorgesehen war, kannten unsere Helden nur ein Ziel: Musik.

Die Gründung der Band Ranchos Huevos, zu deutsch Bauernomelett, war ein erster Schritt. Ein Auftrittsverbot anlässlich eines Sommerfestes an der streng konservativen Schule sorgte für einen Eklat. Der düstere Metal-Mex-Sound der fünf Freunde und textliche Anspielungen auf das Sexualverhalten der unterrichtenden Priester erbrachten einen sofortigen Schulverweis. Die 5 Amigos hatten jetzt keine andere Wahl mehr, als sich professionell der Musik zu widmen. Die Ranchos Huevos wollten auf Tour. Kleine mexikanische Label zeigten sich interessiert an der Arbeit der 5 Amigos, aber keineswegs bereit, die weitere Entwicklung zu unterstützen. Die Band spielt unzählige Gigs im ganzen Land. Mehr als eine volle Scheune und ein paar Pesetas sind selten drin.

Im Juli 2004 sind die 5 Amigos pleite und bereits am Ende ihrer jungen Karriere. Eine schicksalhafte Sommernacht am See von Pátzacuaro soll die Geschichte der Freunde in eine völlig überraschende Richtung drehen. Der Genuss seltener Pilze und diverser Tequilas lässt einen gefährlichen Plan reifen. Die 5 Amigos beschließen während der traditionellen Corrida de Torros in der alten Silberstadt Taxco den Champion der Stiere El Cavallo zu entführen und mit dem Erlös eine Promotion-Reise nach Europa zu finanzieren. Der Plan scheint genial und einfach. Noch nie wurde ein mexikanischer Stier entführt. Die Sicherheitsvorkehrungen während der Corrida sind entsprechend lasch.

Der Coup gelingt. El Cavallo wird in einer Höhle in der Nähe von Tapalpa versteckt. 250.000 US- Dollar werden für seine Freilassung verlangt. Was die 5 Amigos nicht wissen, ist die Tatsache, dass El Cavallo der Mittelpunkt eines gigantischen Wettskandals ist, der von führenden Köpfen des mexikanischen Drogenkartells organisiert wurde. Als die fünf erfahren, wen sie da entführt haben, gehören sie bereits zu den meist Gesuchten des gesamten Landes. 500.000 US-Dollar sind bis heute auf die Köpfe der 5 Amigos ausgesetzt. Dadurch erklärt sich nun endlich auch die hier verwendete Anonymität der jungen Band.

In einer Nacht –und Nebelaktion verlassen die Freunde mit Hilfe einiger Fans das Land und kurze Zeit darauf auch den Kontinent.

Im Dezember 2004 lernen die 5 Amigos am Rande eines Weihnachtsfestivals Bogdan Kopec von Drakkar Music kennen. Kopec ist fasziniert von der Geschichte und dem unglaublichen musikalischen Potential der jungen Deutsch-Mexikaner und nimmt sie unter Vertrag. Noch am gleichen Abend entsteht das Konzept von los LOS, wie sie sich fortan nennen. Internationale Sommerhits im Metal-Mex-Stil werden ihr Markenzeichen. Ende Juli 2005 erscheint die erste Single „Vamos a la playa" und sorgt für ein Trendgewitter in der Szene. Jede Zeile klingt wie ein trotzig, rotziges JETZT ERST RECHT. Für jeden spürbar ist die kompromisslose Härte der Band nicht nur Pose, sondern Ausdruck des Erlebten.

Bleibt zu hoffen, dass der stetig wachsende Ruf von los LOS nicht bis nach Mexiko dringt. Denn dann würden die zahlreichen Sommer-Gigs von los LOS garantiert nicht nur von heimischen Fans besucht, sondern auch von den Besitzern eines Stieres, der bereits zwei Tage nach der Flucht unserer Helden an den Folgen eines Schlangenbisses gestorben ist.

 

KATHARSIS (Dark-Metal)

Die lokale Band Katharsis in neuer Besetzung auf dem Sommer-Nacht und Traum Festival - zur Vorstellung ein Auszug eines Reviews auf Metal.de: Es ist regelrecht faszinierend, dass in all den Jahren, in denen man nun schon Gitarren mit Keys zu einem düsterrockigen Gemisch kombiniert hat, noch niemand auf die Idee gekommen ist, seine Band 'Katharsis' zu nennen. Dabei ist dieser Name doch einer der prädestiniertesten überhaupt für das Genre! Im alten Griechenland bezeichnete er (unter anderem) die Wirkung antiker Tragödien, die 'die Seele reinwaschen' sollten und damit Balsam für das alte geplagte Volk erster Demokratieversuche darstellte (wörtlich übersetzt: Reinigung). Die Interpretationsmöglichkeiten für einen solchen Namen in der Neuzeit scheinen dadurch vielfältiger denn je - und dann hat es tatsächlich so lange gedauert, nach 'Nachtwünschen', 'Dornenreichen', 'Tagebüchern der Träume' oder 'Tränenreichen' nun endlich diesen geschichtsträchtigen, wie metaphysischen Namen zu vergeben? Es wird Zeit. Aber was ist das nun für eine Band, die versucht die Menschheit zu reinigen? Aus dem Süden Deutschlands kommen sie, zählen fünf Mann und eine Frau, und haben sich mehr oder weniger klassischem Darkmetal - also einem feinen Genremischmasch - verschrieben. Die Songs neigen stark zur Überlänge, schaffen es gekonnt mit der möglichst seltenen Wiederholung des Refrains zu spielen, wechseln oft zwischen cleaner und verzerrter Gitarre, und springen je nach Lust und Laune von Genre zu Genre ohne einen roten Faden missen zu lassen. Der Opener 'Never to Return' wächst dabei dank rockigem Refrain bei jedem Durchlauf, während das folgende 'Everything's Gone' deutlich düsterer daherkommt und der Abschlusstrack 'Inner Demons' dank konsequenter Nutzung eines gottgroovenden 3/4tel Taktes zum Juwel der Demo mutiert.
Und wenn die Truppe auf diesem Weg weiter macht und auch in Zukunft noch fröhlich Genres miteinander mischt, sehe ich absolut kein Hindernis für diese Band, denn im Pulk etlicher durchschnittlicher Gothic Demos sticht diese Platte ohne Zweifel heraus. Jetzt muss es nur noch darum gehen, aus dem Rohdiamanten 'Kaleidoscope' ein Bandkonzept rauszufiltern und daraus ein abendfüllendes Album zu machen - ich zumindest würd mich drauf freuen.

Videoanimation:

dpi72 vs Fez (24h nonsleep prod.)
Anul667 (visual noise)

 

Djs

Sintex (House, Outside House Floor)
Radiation King (Alternative Mix, Inside)
Disaster (HipHop Floor Outside)
HI-FIYAH SOUNDSYSTEM (Reggae,Ragga,Dancehall, inside Downstairs)
Djane Cane - (Spitalkeller) (World/Elektrobeats)

 

Trigon Urma Enneri Blaka Dub Spencer Trance Hill Äl Jawala Los Los

cpic